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Das Refluxzentrum in der Presse:

Wofür Refluxzentrum

Die Refluxkrankheit: Typische und ungewöhnliche Erscheinungsformen der Erkrankung

Man muss nach neuen Erkenntnissen die Refluxkrankheit in zwei Gruppen einteilen: Man unterscheidet zwischen der Erkrankung mit typischen Symptomen (Sodbrennen, Brustschmerzen, Speiseröhrenentzündung und den sog. Barrett Ösophagus als Vorstufe einer Speiseröhrenkrebserkrankung) und Erkrankungen, die außerhalb der Speiseröhre auftreten, aber durch krankhaften Rückfluss von Magensekret und Magengasen verursacht werden. Hierzu gehöre die chronische Kehlkopfentzündung (Heiserkeit, Räuspern), die chronische Bronchitis (täglicher Husten) und „Asthma“ (Luftnot, z.B. unter Belastung). Darüber hinaus immer wieder auftretende Ohrentzündungen und Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Bei einigen Patienten äußert sich die Erkrankung mit Symptomen, die einem Herzinfarkt ähnlich sind und es können schwerste Lungenerkrankungen, die einer Raucherbronchitis ähnlich sind verursacht werden.

Häufig wird diese Möglichkeit eines sog. „stillen Refluxes“ nicht bedacht oder übersehen. Es ist auch sehr schwierig, diesen Zusammenhang nachzuweisen und es gibt bisher noch keine einzige wirklich ganz zuverlässige Methode, den Magen oder die Speiseröhre als Ursache für Krankheiten des Kehlkopfes, der Ohren, der Lungen oder der Nasennebenhöhlen zu erkennen. Zur Diagnose müssen daher in der Regel verschiedene Verfahren eingesetzt werden und deren Ergebnisse dann vom Arzt wie ein Puzzle zu einem Ganzen zusammengefügt werden.

Schätzungen gehen davon aus, dass ca. jeder zehnte Patient eines niedergelassenen HNO-Arztes Symptome im Zusammenhang mit einem krankhaften Rückfluss von Magensaft hat und auch bei Lungenfachärzten werden viele Patienten versorgt, deren Krankheitsursache unklar ist. So zum Beispiel bei Menschen mit einem schlecht behandelbarem Asthma ohne Nachweis von Allergien oder der sogenannten „Raucherbronchitis des Nichtrauchers“.

In der Kinderheilkunde wird überwiegend noch die Ansicht eines umgedrehten Zusammenhanges vertreten: Nicht der Reflux verursacht die Atemwegserkrankung, sondernd die Atemwegserkrankung führt zu einem krankhaften Reflux. Folgerichtig wird das Ziel einer Behandlung eher in der unmittelbaren Therapie der Atemwegserkrankung gesehen – eine Vorgehensweise die jedoch häufig nicht erfolgreich ist, da die eigentliche Ursache, der krankhafte Rückfluss von Magensaft, ja dann nicht bekämpft wird.

Patientenmit typischen Refluxsymtomen wie z.B. Sodbrennen sind für den Arzt und auch den Laien leicht zu erkennen. Bei dieser Patientengruppe ergibt sich allerdings immer wieder das Problem, dass die Symptome auf eine normalerweise gut wirksame medikamentöse Therapie nicht verschwinden. Hier muss dann mit speziellen Methoden untersucht werden, ob nicht doch eine andere, verborgene Ursache für die Beschwerden vorliegt oder ob es sich um ein Krankheitsbild handelt, dass mit Medikamenten nicht behandelbar ist. In diesen Fällen muss über andere Möglichkeiten einer Therapie nachgedacht werden, z.B. eine Operation.

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