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Operative Behandlung

Operative Therapie



Hemifundoplikatio nach Thal 
Hemifundoplikatio nach Toupet
Fundoplikatio nach Nissen/DeMeesters

Die Operationen werden in unserem Zentrum nahezu ausschließlich endoskopisch – also minimalinvasiv durchgeführt (sog. „Schlüssellochchirurgie“). Diese Technik hat sich weltweit bewährt und durchgesetzt. Operiert wird über mehrere in die Bauchdecke eingesetzte „Schleusen“, die zum Einführen der Instrumente in den Bauchraum dienen. Die Schnitte für diese Schleusen sind sehr klein, so dass kaum Narben gebildet werden.
Die Beschwerden direkt nach der Operation sind deutlich geringer als bei einer „offenen“ Operation und operationsbedingte Strangbildungen im Inneren der Bauchhöhle, sind sehr selten. Bei der Operation wird der obere Anteil des Magen in unterschiedlichen Maße (180° Thal - 270° Toupet - 360° Nissen/DeMeesters) um die Speiseröhre gelegt, so dass es bei der Magenarbeit automatisch zu einem verstärkten Verschluss des Mageneinganges kommt. Zusätzlich werden Nähte gelegt, die die Zwerchfellöffnung einengen bzw. Auf ihr normales Maß verkleinern („Hiatusplastik“). Der Magen wird in seiner korrekten Position im Bauchraum fixiert.

Angestrebt wird eine weitreichende Normalisierung der Schließfunktion des Magens. Durch die Operation werden sehr zuverlässig die refluxbedingten Beschwerden beseitigt. Komplikationen durch die Operation sind selten. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass ein Teil der versorgten Patienten nach der Operation  nicht mehr erbrechen kann (nach der Nissen Operation können alle Patienten nicht mehr erbrechen, bei der Toupet Operation jeder dritte und bei der Thal Operation jeder zehnte Patient). Sollte es im Rahmen von (im Erwachsenenalter seltenen) Magen-Darm-Infekten zum Erbrechen kommen, entsteht außer einem unangenehmen Gefühl des Würgens für den Patienten kein wesentlicher Nachteil, da sich der Magen dann in Richtung des Darmes entleert.
Die Operation führt zu einem dauerhaft normal funktionierendem (und „mitwachsenden“) Magenverschluss. Die Operation ist also auch bei Kindern möglich, wobei im Kindesalter in der Regel das Verfahren nach Thal und im Erwachsenenalter die Technik nach Toupet zur Anwendung kommt. Die Schlingenbildung nach Nissen wird in unserem Zentrum nur noch selten und bei speziellen Krankheitsbildern angewendet. Fremdmaterialen werden bei der Operation in der Regel nicht eingesetzt – außer bei sehr ausgedehnten Zwerchfelldefekten, die dann mit einem Kunststoffnetz versorgt werden müssen.